Ups J Med Sci. 2018 November 9:1-10. doi: 10.1080/03009734.2018.1534907.
Mattebo M 1,2 , Tydén T 1 , Häggström-Nordin E 2 , Nilsson KW 3 , Larsson M 1.
Abstract
HINTERGRUND:
Ziel dieser Längsschnittstudie war es, Prädiktoren für den fortgesetzten Pornografiekonsum zu identifizieren und den Pornografiekonsum in Bezug auf psychosomatische und depressive Symptome bei einer Gruppe von Jugendlichen in Schweden zu untersuchen.
Methoden und Materialien:
Eine Längsschnittstudie im Unterrichtsumfeld in 53, in der zufällig Mittelschweden in den Jahren 2011 und 2013 ausgewählt wurde. Von den 477-teilnehmenden Jungen und 400-Mädchen an 2011 nahmen 224-Jungen (47%) und 238-Mädchen (60%) an 2013 teil.
ERGEBNISSE:
Höherer Pornografiekonsum zu Studienbeginn und Geburtsort außerhalb Schwedens sagten einen fortgesetzten Pornografiekonsum bei der Nachuntersuchung voraus (korrigiertes R² = 0.689). Psychosomatische Symptome bei der Nachuntersuchung wurden durch höheren Pornografiekonsum zu Studienbeginn (korrigiertes R² = 0.254), weibliches Geschlecht, Zusammenleben mit getrennt lebenden Eltern und den Besuch einer berufsbildenden Oberschule vorhergesagt . Depressive Symptome bei der Nachuntersuchung wurden hingegen durch geringeren Pornografiekonsum zu Studienbeginn (korrigiertes R² = 0.122) und weibliches Geschlecht vorhergesagt.
FAZIT:
Der Konsum von Pornografie kann für einige Personen mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht werden. Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen im Teenageralter und zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund erfordern eine Anpassung und Individualisierung der Beratung und Diskussion in Bezug auf Pornografie.
SCHLÜSSELWÖRTER: Jugendliche; längs; Pornographie; psychologische Gesundheit
PMID: 30411651