Sexuelle Sucht und Zwanghaftigkeit: Das Journal of Treatment & Prevention
Band 13, Heft 2-3, 2006, Seiten 131-165
DOI: 10.1080 / 10720160600870711
Jill C. Manning
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Abstract
Diese Studie überprüfte die Ergebnisse empirischer Untersuchungen, die die Auswirkungen des Konsums von Internetpornografie durch ein Familienmitglied auf die ehelichen und familiären Beziehungen des Verbrauchers untersuchten.
Die Studie zitiert Forschungsergebnisse, die belegen, dass der Konsum von Internetpornografie die wirtschaftliche, emotionale und partnerschaftliche Stabilität von Ehen und Familien gefährdet . Qualitative und quantitative Untersuchungen zeigen, dass Pornografiekonsum, einschließlich Cybersex, signifikant mit einer geringeren sexuellen Zufriedenheit und Intimität in der Ehe einhergeht. Männer und Frauen empfinden Online-Sexualität als ebenso bedrohlich für die Ehe wie Untreue im realen Leben.
Bezüglich der indirekten Auswirkungen auf Kinder, die in einem Haushalt leben, in dem ein Elternteil Pornografie konsumiert, gibt es Hinweise darauf, dass dies das Risiko des Kindes erhöht, mit sexuell expliziten Inhalten und/oder Verhaltensweisen in Kontakt zu kommen. Kinder und Jugendliche, die Internetpornografie konsumieren oder damit in Berührung kommen, können traumatische, verzerrende, missbräuchliche und/oder süchtig machende Folgen erleiden. Der Konsum von Internetpornografie und/oder die Teilnahme an sexualisierten Internetchats können die soziale und sexuelle Entwicklung junger Menschen beeinträchtigen und die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche zukünftige intime Beziehungen mindern. Prioritäten für zukünftige Forschung werden aufgeführt.
Zu den Quellen dieser Erkenntnisse gehörte der 2000 General Social Survey; Umfrageforschung von Bridges, Bergner und Hesson-McInnis (2003); Schneider (2000); Cooper, Galbreath und Becker (2004); Stack Wasserman und Kern (2004); Whitty (2003); Black, Dillon und Carnes (2003); Corley und Schneider (2003); Mitchell, Finkelhor und Wolak (2003a); Von Feilitzen und Carlsson (2000); und Patricia M. Greenfield (2004b). 110-Referenzen