KOMMENTARE: Studie, die eine Gewöhnung (abnehmende Dopaminreaktion) an dieselben sexuellen Reize (Film) und eine Zunahme der sexuellen Erregung (erhöhtes Dopamin) zeigt, wenn sie neuen sexuellen Reizen ausgesetzt wird. In der Studie wurde auch die Schreckreaktion gemessen, die bei jeder Betrachtung zunahm (sie wurden weniger absorbiert). Dies ist ein Beispiel für den Coolidge-Effekt bei der Arbeit - mehr Dopamin, wenn eine neuartige sexuelle Möglichkeit präsentiert wird. Neuheit unterscheidet Internet-Pornos von Pornos der Vergangenheit.
Behav Res Ther. 2000 Jun;38(6):573-84.
Quelle
Psychologische Fakultät, Deakin University, Australien. [email protected]
Abstract
Die Modulation der Schreckreaktion wurde genutzt, um die emotionale Verarbeitung sexueller Stimulation im Verlauf mehrerer Versuche innerhalb einer Sitzung zu untersuchen. Die Lidschlagreaktion wurde durch einen Reiz (kurzes, intensives weißes Rauschen) ausgelöst, der intermittierend präsentiert wurde, während die Männer einen erotischen Filmausschnitt betrachteten. Die wiederholte Darbietung des Filmausschnitts führte zu einer progressiven Abnahme der sexuellen Erregung. Die Gewöhnung an die sexuelle Erregung ging mit einer abnehmenden Intensität der Absorption beim Betrachten des erotischen Reizes und einer Zunahme der Lidschlagreaktion einher. Der Austausch des bekannten Reizes durch einen neuen erotischen Reiz steigerte die sexuelle Erregung und Absorption und reduzierte die Schreckreaktion (Neuheitseffekt). Bei Wiedereinführung des bekannten Reizes zeigte sich hingegen eine Dishabituation aller drei Reaktionsparameter. Dieses Ergebnismuster deutet darauf hin, dass ein erotischer Reiz bei wiederholter Darbietung nicht nur als weniger sexuell erregend, sondern auch als weniger appetitanregend und absorbierend wahrgenommen wird. Es wird die Frage erörtert, ob die Gewöhnung an sexuelle Erregung durch Veränderungen in der Aufmerksamkeits- und Affektverarbeitung im Laufe der Versuche vermittelt wird, sowie klinische Kontexte, in denen der Lidschlagreflex zur Untersuchung von Aspekten der sexuellen Funktion eingesetzt werden kann.
PMID: 10846806