Biol Psychiatry. 2016 Dec 1. pii: S0006-3223(16)33055-4. doi: 10.1016/j.biopsych.2016.11.011.
Cox BM 1 , Bentzley BS 2 , Regen-Tuero H 2 , See RE 3 , Reichel CM 2 , Aston-Jones G 4.
Abstract
HINTERGRUND:
Es gibt Hinweise darauf, dass Oxytocin, ein endogenes Peptid, das für seine Rolle bei sozialen Verhaltensweisen, Entbindung und Stillzeit bekannt ist, eine vielversprechende Suchtmedikation darstellt. Wir haben ein inhaltsbezogenes verhaltensökonomisches (BE) Verfahren bei Ratten eingesetzt, um Oxytocin als Pharmakotherapie für die Methamphetamin (Meth) -Sucht zu untersuchen. Das BE-Paradigma wurde nach BE-Verfahren modelliert, die verwendet wurden, um die Motivation für Drogen bei Menschen mit Abhängigkeit zu bewerten. Es wurde gezeigt, dass die gleichen BE-Variablen, die über verschiedene Arten hinweg bewertet werden, ein späteres Rückfallverhalten vorhersagen. Das translationale Potenzial präklinischer BE-Studien ist daher besonders stark ausgeprägt.
METHODEN:
Wir untersuchten die Auswirkungen von systemisch und mikroinfundiertem Oxytocin auf das Verlangen nach selbstverabreichtem intravenösem Methamphetamin und die Wiederaufnahme eines zuvor gelöschten Methamphetamin-Suchverhaltens bei männlichen und weiblichen Ratten mithilfe eines BE-Paradigmas. Korrelationen zwischen Methamphetamin-Verlangen und Methamphetamin-Suchverhalten wurden analysiert.
ERGEBNISSE:
Weibliche Ratten zeigten im Vergleich zu männlichen Ratten eine höhere Nachfrage (d. h. Motivation) nach Methamphetamin. Bei beiden Geschlechtern sagte die Methamphetamin-Nachfrage ein erneutes Methamphetamin-Suchverhalten voraus, und systemisches Oxytocin verringerte die Nachfrage und schwächte das erneute Suchverhalten ab. Oxytocin war am wirksamsten bei der Verringerung der Methamphetamin-Nachfrage und des Suchverhaltens bei Ratten mit der stärksten Motivation für die Droge. Schließlich wurden diese Wirkungen von systemischem Oxytocin durch Aktivitäten im Nucleus accumbens vermittelt.
FAZIT:
Oxytocin verringert Meth Bedarf und sucht bei beiden Geschlechtern, und diese Effekte hängen von der Oxytocin-Signalübertragung im Nucleus accumbens ab. Insgesamt zeigen diese Daten, dass die Entwicklung von Oxytocin-basierten Therapien ein vielversprechender Behandlungsansatz für die Meth-Abhängigkeit beim Menschen sein könnte.
KEYWORDS:
Sucht; Verhaltensökonomie; Methamphetamin; Oxytocin; Wiedereinsetzung; Selbstverabreichung
PMID: 28110822
DOI: 10.1016/j.biopsych.2016.11.011