Dopamin und Sucht von zwei Forschern

Nora Volkow, Direktorin des Nationalen Instituts für Drogenmissbrauch

Diese drei von den führenden Forschern Nora Volkow und Adam Kepecs erstellten Clips erscheinen in diesem Artikel über Dopamin und Sucht :

  1. Nora Volkow: Kurzer Clip - „Die unnachgiebige Kraft von Dopamin“
  2. Nora Volkow: Reihe von Clips über Sucht (sehr empfehlenswert)
  3. Adam Kepecs: Kurzer Clip - Verstöße gegen die Erwartungen erhöhen Dopamin

Leider geht keiner der Ärzte darauf ein, dass Pornografie eher einer Droge als einem natürlichen Verstärker gleicht. Durch Pornografie kann man immer wieder auf Neues klicken und so den Dopaminspiegel kontinuierlich erhöhen. Dies gilt insbesondere für das sogenannte „Edging“. Dabei wird der Orgasmus bewusst hinausgezögert, während man immer erregenderes Material konsumiert. Siehe auch: Hat die Evolution unser Gehirn darauf trainiert, sich mit Essen und Sex zu überfressen?

Exzessiver Pornokonsum ist also kein natürlicher Verstärker wie Essen, das automatisch ein Sättigungsgefühl erzeugt. Auch der übermäßige Verzehr von Junkfood wirkt sich auf die meisten Gehirne nicht wie ein natürlicher Verstärker aus. Er führt ebenfalls nicht zu Sättigungsgefühlen. Im Folgenden geht Nora Volkow auf Junkfood und Esssucht ein. Siehe auch: Studie zeigt, dass süchtige Ratten lieber hungerten, als auf Junkfood zu verzichten.

Schließlich kann Porno mehr Dopamin freisetzen als normaler Sex. Wie Kepecs sagen würde, werden die „Erwartungen eines Pornobetrachters ständig mit schockierenden Bildern verletzt“. Hoffentlich werden die Ärzte bald der Öffentlichkeit erklären, wie sich extreme Versionen natürlicher Verstärker in drogenähnliche, süchtig machende Wirkungen auf das Gehirn verwandeln können.